Reisetipp für Romantiker

Adventmärkte locken mit Lichterglanz und Lebkuchenduft.

In Zeiten des Fortschritts knüpft man gern an alte Erinnerungen an. Dabei spielt die Adventzeit eine wichtige Rolle. So wie einst der Duft von Keksen, Lebkuchen und Maroni die Vorfreude auf das Christkind begleitete, löst dieser auch später noch bei vielen ein wahres Glücksgefühl aus. Man findet ihn am besten auf dem Weihnachtsmarkt, wo man sich mit Freunden trifft, bei Punsch oder Glühwein wärmt und das eine oder andere Weihnachtsgeschenk besorgt.

Salzburg gilt schlechthin als Metropole der Weihnachtsmärkte. Neben dem traditionellen Christkindlmarkt rund um den Dom ziehen viele andere Einheimische und Touristen an.
Auch in Deutschland sind die Adventmärkte bekannt und beliebt. Berlin etwa bietet für jeden Geschmack etwas – von Tradition und Gemütlichkeit bis zur Winterwelt am Potsdamer Platz. Auf der Rodelbahn und beim Eisstockschießen kommen hier vor allem Wintersportfreunde auf ihre Kosten. „Wer danach eine Stärkung vertragen kann, wird in der Salzburger Schmankerl-Hütt’n fündig“, macht die „Berliner Morgenpost“ Lust auf das Spektakel. „Hier können sich Besucher traditionelle österreichische Gerichte und Getränke wie Jagertee oder Almdudler schmecken lassen. Wer es ruhiger mag, geht in die Stiegl-Alm.“ Kein Wunder, wenn Tom Hanks bei der Deutschland-Premiere seines neuen Verschwörungsdramas „Inferno“ die etwas überraschende Frage stellte: „Wo sind die Weihnachtsmärkte?“

Noch ist es nicht so weit. Wiewohl vielerorts die Vorbereitungen bereits laufen. Lichterketten müssen verlegt, Stände, Hütten und Dekos entstaubt bzw. herausgeputzt werden. Die deutsche Stadt Münster etwa versorgt eine Strecke von 25 Kilometern mit 25.000 Lämpchen, wie sie gerade eben in einer Presseaussendung wissen ließ.

Weltberühmt ist auch der Christkindlesmarkt in Nürnberg mit seinen Rostbratwürsten und Lebkuchen. Auch von hier gibt es Rekordverdächtiges zu berichten: Für die größte Feuerzangenbowle der Welt wurde gar ein eigener Kessel mit 2,5 Metern Durchmesser und 3,40 Metern Höhe erzeugt. Darin können bis zu 9000 Liter „Krambamboli“ gebraut werden. Bis der Inhalt erwärmt ist, vergehen allerdings 48 Stunden und werden 40 Kilowattstunden Strom benötigt.

Die meisten Märkte öffnen am letzten Novemberwochenende. Eine Woche darauf, am 4. Dezember, wird die Wahl zum Bundespräsidenten wiederholt. Einfluss auf das vorweihnachtliche Treiben hat dies zum Glück nicht. Denn das Innenministerium erlaubt den Gemeinden ausdrücklich, die Verbotszonen rund um die Gebäude der Wahllokale „so eng zu ziehen, damit etwaige Veranstaltungen wie zum Beispiel ein Adventmarkt nicht gefährdet sind“.

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